Ein Breitmaul- oder Weißes Nashorn im Aussengehege in Münster
Im Allwetterzoo hinter dem Elefantenhaus wird eine Gruppe von Breitmaulnashörnern gehalten. Sie sind etwas geselliger als ihre Kollegen der anderen Arten und die jungen Tiere und kälberlosen Kühe schließen sich in Gruppen bis zu zehn Tieren zusammen. Nur die erwachsenen Bullen, die ein Gewicht von bis zu 2,3 Tonnen erreichen können, bilden Territorien und leben alleine. Der Zoo Münster hat bemerkenswerte Erfolge in der Zucht und damit Arterhaltung von Breitmaulnashörnern zu verzeichnen! Insgesamt sieben Jungtiere wurden von 1977 bis 1990 hier geboren. Das Kalb von 1977 war das erste in einem bundesdeutschen Zoo geborene und mit Emmi kam am 22. 10. 1990 sogar ein Junges in der zweiten Zoogeneration zur Welt. Mit der Renovierung des Dickhäuterhauses 1994 bekamen die Nashörner auch ein neues Innengehege.
Breitmaulnashorn - zum Gras rupfen hat es ein ziemlich breites Maul :-)
Nashörner sind nach den Elefanten die größten Landsäugetiere der Welt und in allen fünf Arten durch die Hornwilderei stark bedroht. Die außerordentlich hohen Preise die ihre Hörner erzielen, haben die Dickhäuter an den Rand des Aussterbens gebracht - das Java-Nashorn gehört zu den seltensten heute lebenden Tieren überhaupt! Die Dickhäuter bevölkern nur noch Afrika und Asien, früher waren sie auch in Teilen Europas verbreitet. Sie sind reine Vegetarier, ernähren sich also auf pflanzlicher Basis.
Ihren Namen haben die in Münster lebenden Breitmaulnashörner ihrer Freßweise zu verdanken: sie sind quasi Rasenmäher auf vier Beinen und weiden Tag für Tag das Grasland ab. Ihre Kollegen Java-, Spitzmaul- und Sumatranashorn dagegen ziehen es vor, Blätter von Bäumen zu zupfen und das Indische Panzernashorn mag zwar auch Gräser - aber nicht ausschließlich!