N'Kwango, neuer Gorillamann in Münster, muss sich gegen "Untermieter" Clark
behauptenAm 1. Juni waren die Flachlandgorillas N'Kwango und Gana aus Leipzig bzw.
Köln in den Allwetterzoo umgezogen. Gleich am ersten Tag hatten sie hier
ihre Artgenossen kennen gelernt. Gemeinsam mit den beiden Weibchen Fatima
und Changa bildeten die Neuankömmlinge recht bald eine harmonische
"Viererbande". Der Silberrücken Makokou erwies sich als wenig umgänglich und
lebt jetzt allein. Als die neuen Gorillas sich mit den Gepflogenheiten im
Menschenaffenhaus auskannten, erkundeten sie zunächst den Wintergarten und
dann die Freianlage. Inzwischen fühlen sich N'Kwango und Gana in Münster
offensichtlich so wohl, dass man jetzt den letzten Schritt der Eingewöhnung
wagte: das Zusammenlassen der Gorillas mit ihren künftigen Mitbewohnern, den
Rotscheitelmangaben. Quasi als "Untermieter" bewohnen diese hübschen, sehr
viel kleineren Affen die Anlagen der Gorillas. Schon beim ersten
Zusammentreffen stellte sich heraus, dass Clark, derzeit Chef von drei
Weibchen mit ihren drei Jungtieren, sich gegenüber dem zwar noch jungen,
doch körperlich weit überlegenen N'Kwango als "Boss" aufspielt. Gibt es
Futter für beide Arten, müssen die Pfleger es gut verteilen, damit die
Gorillas genügend abbekommen...
Gorillas leben seit der Eröffnung des Allwetterzoos am 2. Mai 1974 in
Münster. Nachwuchs hat es hier bislang nie gegeben. Die neuen Tiere in der
neuen Anlage bieten jedoch beste Voraussetzungen dafür, dass es bald auch in
Münster junge Gorillas geben wird. Den großen afrikanischen Menschenaffen
stehen im Freigehege des Affricaneums 1.250 m² Fläche zur Verfügung, dazu
kommen ein verglaster "Wintergarten" und ein Innengehege im
Menschenaffenhaus. Das Affricaneum wurde erst im Juli 2003 eröffnet. Neben
den Anlagen für Gorillas umfasst es große Freigehege für Schimpansen und
afrikanische Schweine (Pinselohrschweine und Warzenschweine).