ZoOrangerie, der Eingang zum Freigehege. Ein geheimnissvoller Dschungelgang erwartet die Besucher
Die ehemalige Eisbärenanlage wurde vor ein paar Jahren zur sogenannten ZoOrangerie umgebaut. Ein Dschungel für die Orangs, Bartaffen und Zwergotter. Diese Tiere wurden in einer beispiellosen Aktion [Bericht] erfolgreich vergesellschaftet. Die Besucher erwartet ein dicht bewachsener Dschungelpfad, der sich rund um die Freianlage über eine Hängebrücke und zwischen Felsbrocken und Büschen durch zu mehreren Beobachtungspunkten zieht.
Nebelschwaden wallen aus den Wassergräben - Im Hintergrund der Rundweg mit Hängebrücke: ein echtes Abenteuer und eine Herausforderung für Wankelmütige ;-)
Mitten im Dschungel ein Schaufenster...
Die Beobachtungspunkte gestatten alle einen freien Blick in die Anlage - Beton oder Gitter grenzen kein Blickfeld ein. Auch kleinere Kinder und Rollstuhlinsassen haben durch Panzerglasscheiben freie Sicht auf die Tiere. Eine völlig ebenerdiges "Schaufenster" gestattet hautnahen (zumindest) Blickkontakt.
Freunde
Orangs und Bartaffen leben in ihrer natürlichen Umgebung in völlig verschiedenen Regionen. Beide Tierarten sind aber von der Ausrottung bedroht und passen auf diese traurige Art und Weise recht gut zusammen. Das beste Beispiel für die positive Vergesellschaftung von Bartaffen und Orangs sieht man oben im Bild. Letztere neigen zur Langeweile und Fettleibigkeit durch Bewegungsmangel. Die agilen Bartaffen halten die Kollosse auf Trapp. Oder aber sie sorgen für den nötigen Hautkontakt :-) Die Bartaffen dagegen sausen wie geölte Blitze hinter den wieselflinken Ottern her - ohne ihnen was antun zu wollen und aus lauter Spaß an der Freude.
Zwergottern - mittlerweile auf natürliche Weise schon zu einem ziemlichen Trüppchen angewachsen - wuseln am Boden und in den Wassergräben der Anlage herum. Sie halten die Bartaffen munter und veranstalten mit ihnen wilde Verfolgungsjachten.
Ein bildschöne Bursche - der selten gewordene Bartaffe
Auf den Grundmauern des ehemaligen Eisbärenhauses (diese Tiere sind nun in Neumünster) erhebt sich das gewaltige Warmhaus der Tiere! Im Inneren ein wunderschöner Tropendschungel und ein besteigbarer Mammutbaum zum Beobachten der Tiere aus höchster Höhe. Ein Wasserfall und wiederum Nebel sorgen für das richtige Klima und die passende Atmosphäre.
Das Oranghaus - rechts im Bild ein Teil der Pinguinanlage
Der Innenraum mit zwei Waldmenschen in ihren Hängematten
Nicht nur der Besucherraum, auch das Gehege der Tiere wurde komplett begrünt: zumindest ein Versuch. Auf die sonst obligatorische Fußbodenheizung wurde hier bewußt verzichtet, um die Affen auf die Bäume zu treiben. Sie bleiben sonst nur zu gern aus Bequemlichkeit auf der Erde hocken.
Diese Treppe führt geheimnissvoll nach oben - eine Besonderheit des Oranghauses! Hier kommt man bis in in die Krone eines "Urwaldriesen" und hat einen tollen Blick hinunter.
Die schönste Jahreszeit im Allwetterzoo, auf dieser Seite gibt es einige Impressionen. Ein Foto kann den Reiz aber leider nur sehr unvollkommen 'rüber bringen, also besser "Live" besuchen!
Historisches
Der ca 30 Jahre junge Allwetterzoo hat einen alt-ehrwürdigen Vorgänger, den sogenannten "Landois Zoo"! Interesse? Ein wenig mehr dazu hier.